Predictive KPI: ein Meilenstein in der datengetriebenen Entscheidungsfindung

Veröffentlicht am 23. April 2020

Viele Unternehmen nutzen die KPI’s (Key Performance Indicator) der Vergangenheit, um Produktivität, Durchlaufzeit, Kosten, Lagerbestand usw. zu bewerten. Die gemessenen Leistungen von gestern sind jedoch wenig geeignet, um daraus Schlüsse über die Entwicklung des Unternehmens in der Zukunft zu ziehen. Die darauf basierenden Einschätzungen sind in der Regel sehr ungenau bis spekulativ.

Mit Predictive KPI wird ein neuer Weg beschritten, um der Unternehmensführung verlässliche Informationen über die zukünftige Entwicklung des Unternehmens bereitzustellen. Es markiert den Schritt in die datengetriebene Entscheidungsfindung per präziser Simulation auf der Grundlage tagesaktueller Planungsdaten und erfahrungsbasierter Bewertungsparameter.

Mit Predictive KPI Produktionskennzahlen in der Zukunft simulieren

Zweifellos braucht erfolgreiches Management eine möglichst realistische Voraussicht (Front-loading Management) der zukünftigen Unternehmensentwicklung. Die Predictive KPI per präzise simulierter Szenarien in der Zukunft ist dafür die im wahrsten Wortsinn zukunftsweisende Lösung. Die Genauigkeit der Simulationen basiert auf einem ganzheitlichen End-to-End-Ansatz. Dabei werden sowohl die Fertigung als auch die Lieferkette von einer Zentrale bis ins Detail orchestriert. Es werden tagesaktuell alle für die Produktion und für die Supply Chain relevanten Faktoren miteinbezogen.

Precictive-KPI_by-Asprova

Im Gegensatz zum Handeln-nach-Erfahrung in Mikrobereichen wird bei Predictive KPI mit Hilfe von Produktionskennzahlen ein realistisches Produktionsszenario in der Zukunft berechnet. Neben der Fertigung werden auch verwandte Abteilungen wie der Einkauf, das Supply Chain Management, etc. einbezogen, um alle wertschöpfenden Aktivitäten des Unternehmens zu berücksichtigen.

Um verlässliche Zukunftsszenarien simulieren zu können, muss Predictive KPI alle essenziellen Produktionsfaktoren berücksichtigen. Sie bestehen zum Beispiel aus

  • Bestand KPI - Gesamtbestandswert, Rohmaterialbestände, Halbfabrikatbestände, Fertigproduktmaterialwert und weitere
  • Ressourcen KPI – Produktivität, OEE, Produktionszeit, Rüstzeit, Auslastung inklusive Rüstzeit, Auslastung exklusive Rüstzeit und weitere
  • Produkt KPI – Produktionsmenge, Herstellungskosten, Deckungsbeitrag, Profitabilität und weitere
  • Kunden KPI – Produktionsmenge, Herstellungskosten, Deckungsbeitrag, Profitabilität und weitere
  • Auftrags KPI – Verdienste, Profit, Profitverhältnis, kumulierte Mitarbeiterkosten, kumulierte Gesamtkosten und weitere

Dabei ist es wichtig, dass die Predictive KPI-Simulationen einerseits für die gesamte Planungsperiode und andererseits auch für die vom Management festgelegte Planungszeiträume erstellt werden. Dies ist eine bedeutende Stütze für effektive Management-Entscheidungen. Aus diesem Grund benötigt jedes Unternehmen eine leistungsfähige End-to-End-Planungslösung.

Digitale End-to-End-Planung ermöglicht zuverlässige Prognosen

Die vorgenannten Kriterien für Predictive KPI wird von der Asprova APS- und Asprova SCP-Software erfüllt. Nahezu einhundert Bewertungsparameter sind im System vorinstalliert. Dies ermöglicht eine 100 %ig realistische Abbildung und Analyse der Produktion in Echtzeit für alle organisatorischen und praktischen Abläufe des Unternehmens inklusive der Kosten. Es ist zugleich die Basis für verlässliche Simulationen zukünftiger Entwicklungen. Beispielsweise werden präzise Kriterien für die Investition in eine neue Anlage bereitgestellt oder die Effektivität von Lean-Verbesserungsprojekten bezüglich betrieblicher Gesamteffektivität berechnet.

Predictive KPI für die Simulation zukünftiger Szenarien ist somit ein wichtiges und notwendiges Leistungskriterium eines im Rahmen der Digitalisierung zeitgemäßen APS- und SCP-Planungssystems und somit ein wichtiger Meilenstein in der datengetriebenen Entscheidungsfindung.

 

Asprova-vollautomatische-Feinplanung-mit-APS